Koschorrek: „Ausbildung bei den Freien Berufen gefragt“

„Zur Jahresmitte sind im Zuständigkeitsbereich der Freien Berufe bereits rund 23.500 neue Ausbildungsverträge zum bald beginnenden Ausbildungsjahr 2013/2014 besiegelt. Das sind 1,9 Prozent weniger als zum Vorjahreszeitpunkt, als rund 23.950 Verträge abgeschlossen waren.

Trotz des derzeit noch leichten Rückgangs der Vertragszahlen rechnen wir zum Stichtag 30. September 2013 wieder mit einer stabilen und damit unverändert hohen Ausbildungsleistung der Freien Berufe, die wie im Vorjahr bei bis zu 43.000 Neuverträgen liegen dürfte. Es gibt jedenfalls keine Anzeichen dafür, dass dieser Wert deutlich unterschritten wird, zumal der Wirtschaftsbereich der Freien Berufe weitestgehend konjunkturunabhängig ist.

In den vergangenen Jahren wurden die Ausbildungsverträge immer früher im Jahr abgeschlossen, um frühzeitig die Demografie bedingt knapper werdenden Bewerber an sich zu binden. Das hat zu höheren Vertragsabschlüssen im Frühjahr geführt. Dieser sogenannte Vorzieheffekt hat augenscheinlich wieder nachgelassen, denn die Freien Berufe sind bei der Bewerberauswahl vergleichsweise gelassen, da die Ausbildung bei den Freien Berufen gefragt bleibt und insbesondere bei jungen Frauen sehr beliebt ist. Sicherlich verändert sich die Kandidatensuche auch bei den Freien Berufen durch den demografischen Wandel. So schrumpfen die Bewerbungsstapel auch in den freiberuflichen Praxen, Kanzleien, Büros und Apotheken. Aber sie sind ausreichend. Noch jedenfalls.

Bis jetzt gibt es bei den Freiberuflern demzufolge keine schwerwiegenden Probleme, angebotene Ausbildungsplätze zu besetzen, trotz teils mangelnder Ausbildungsreife der Bewerber. Gleichwohl dreht auch der Ausbildungsmarkt immer mehr in Richtung Bewerbermarkt. Konstruktiv betrachtet heißt dies, kluge Köpfe haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei einem Freiberufler.“

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