Landesverbände der Freien Berufe der neuen Bundesländer und Berlin treffen sich in Dresden

Dresden: Am 18. und 19. September 2015 treffen sich die Präsidenten der Landesverbände der Freien Berufe (LFB) der neuen Bundesländern und Berlin in Dresden.

Ein Schwerpunkt des Treffens bilden die Deregulierungsbestrebungen der Europäischen Union, wie das Vertragsverletzungsverfahren (HOAI, StBVV) und die Liberalisierungstendenzen hinsichtlich des Fremdkapitalverbotes. Die LFB Landesverbände sehen hier eine Gefahr für die Freiberuflichkeit und einen Angriff auf die Berufsordnungen der Freien Berufe.

Der Sächsische Landtag hat bereits im Juni 2015 die sächsische Staatsregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene und gegenüber der Europäischen Kommission dafür einzusetzen,

a) dass die für die Sicherung eines hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus und eine qualifizierte Berufsausbildung im Rahmen des dualen Systems bewährten berufsständischen Regelungen für den Zugang zu bestimmten Berufen erhalten bleiben.

b) dass das Fremdkapitalverbot für die Freien Berufe nicht in Frage gestellt wird, zumal das Verbot der Fremdkapitalbeteiligung 2012 vom Bundesfinanzhof als europarechtskonform anerkannt wurde und der Einfluss berufsfremder Interessen zur Wahrung der Unabhängigkeit in der Ausübung der Freien Berufe vermieden werden muss.

c) dass das bestehende System der Kosten- und Honorarordnungen der Freien Berufe nicht in Frage gestellt wird, da sie eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu bezahlbaren Preisen sicherstellen.

Hintergrund LFB Sachsen: Der Landesverband der Freien Berufe Sachsen e.V. wurde 1990 gegründet und vertritt derzeit 16 Verbände und Körperschaften einzelner Freier Berufe in Sachsen, denen insgesamt über 35.000 Freiberufler angehören. Der LFB Sachsen ist Mitglied im Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

Pressemitteilung - Landesverbände der Freien Berufe der neuen Bundesländer und Berlin treffen sich in Dresden

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