Oesingmann: Ausbilden lohnt sich - Machen Sie mit

Oesingmann: „Ausbilden lohnt sich - Machen Sie mit“

Zum Tag des Ausbildungsplatzes am 14. Mai appellieren die Ausbildungspaktpartner, trotz Krise weitere Ausbildungsplätze anzubieten.

Anlässlich des Tages des Ausbildungsplatzes bittet BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann alle Freiberufler, auch in diesem Jahr nicht in ihrem Ausbildungsengagement nachzulassen und so viele Ausbildungsplätze wie möglich anzubieten:

„Demographisch bedingt wird die Zahl der Bewerber in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen. Es droht auch für die Praxen und Kanzleien der Freiberufler ein massiver Fachkräftemangel. Daher bitten wir alle Freiberufler, auch in diesem Jahr wieder möglichst viele Ausbildungsstellen anzubieten: Bilden Sie heute die jungen Menschen aus, die Sie morgen dringend benötigen.

So übernehmen wir Freiberufler nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber den Jugendlichen. Selbst auszubilden lohnt und rechnet sich auch betriebswirtschaftlich, wie eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Berufsausbildung gerade erneut belegt: Schon in der Ausbildungszeit sind die Auszubildenden produktiv und tragen zum reibungslosen Ablauf in der Praxis und Kanzlei bei. Diese Investition zahlt sich besonders aus, wenn Sie die Auszubildenden anschließend auch übernehmen. Denn durch eigene Ausbildung reduzieren Sie Kosten, die durch Fehlbesetzungen und Einarbeitung externer Fachkräfte entstehen.

Unser Appell richtet sich aber auch an die Jugendlichen und deren Eltern: In den neuen Ländern bleiben viele unserer angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt, weil es schon heute an Bewerberinnen und Bewerbern mangelt. Bitte prüfen Sie die Möglichkeiten, die sich den jungen Menschen dort bieten und erfüllen Sie die Kampagne „Go East“ mit Leben. In den neuen Ländern werden Sie dringend gebraucht!

Viele Ausbildungsplätze bleiben aber auch unbesetzt, weil die Qualität der Bewerberinnen und Bewerber nicht ausreicht. Die Freiberufler kritisieren diese mangelnde Ausbildungsreife zu Recht. Aber hier gibt es finanzielle Unterstützung in Form der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der örtlichen Arbeitsagenturen, die bisher viel zu wenig in Anspruch genommen werden. Diese Leistung zielt darauf ab, Jugendlichen, die besonderer Hilfen bedürfen, durch Förderung des Erlernens der berufsspezifischen Fachtheorie, Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie durch sozialpädagogische Begleitung, die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer erstmaligen betrieblichen Berufsausbildung zu ermöglichen. Informieren Sie sich bei der Arbeitsagentur und geben Sie auch den Jugendlichen eine Chance, die auf den ersten Blick nicht in Ihr Bewerbungsprofil passen.

Wir bitten daher alle Kolleginnen und Kollegen, weitere Ausbildungsplätze anzubieten. Sie helfen damit nicht nur den Jugendlichen, sondern auch sich selbst. Und melden Sie bitte freie Stellen auch den Arbeitsagenturen, denn dorthin wenden sich die Jugendlichen am ehesten, wenn sie eine Ausbildungsstelle suchen.“

Die Gemeinsame Erklärung der Paktpartner finden Sie hier.

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