Achtung Sperrfrist: 11.9.2015, 17.00 Uhr!
25 Jahre im Dienst der Gesundheit - Festakt der sächsischen Heilberufekammern

Dresden: Heute (11.09.2015) begehen die fünf sächsischen Heilberufekammern gemeinsam ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Präsidenten der Heilberufekammern begrüßen den Ministerpräsidenten der Freistaates Sachsen sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft auf der Festveranstaltung in Dresden.

Der Ministerpräsident betonte, dass seit nunmehr 25 Jahren die ärztliche Selbstverwaltung in Sachsen ein wichtiger Bestandteil eines modernen und leistungsfähigen Gesundheitssystems ist. Das sei umso wichtiger in einer Zeit, in der durch den technischen und forschenden Fortschritt immer neue ethische Fragen aufgeworfen würden. Die Heilberufe meldeten sich hier zu Wort und gäben wichtige Denkanstöße, gerade auch für das Handeln der Politik.

Nach der friedlichen Revolution 1989, vor 25 Jahren, gründeten sich in Sachsen die Kammern der Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte. Später kam die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer dazu. Die Zeit des Aufbruchs war von Euphorie ob der gewonnen Freiheit sowie von einem kompletten Systemumsturz geprägt. Aus einem zentralistisch geplanten Gesundheitswesen wurde in kürzester Zeit ein auf den Grundlagen des Grundgesetzes und des Sozialgesetzbuches beruhendes Gesundheitssystem. Viele Apotheker, Ärzte und Zahnärzte sowie Tierärzte mussten sich beruflich vollkommen neu orientieren und begannen einen neuen Lebensabschnitt.

Die Heilberufekammern bildeten in dieser spannenden Zeit die Klammer zwischen den jeweiligen Berufsangehörigen. Sie begleiteten kritisch wie konstruktiv den gesundheitspolitischen Entwicklungsprozess. Sie entwickeln bis heute eigene Ideen und Konzepte zur gesundheitlichen Versorgung sowie zur Ausgestaltung der Heilberufe. Die fünf Heilberufekammern vertreten insgesamt rund 34.000 Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Tierärzte und Psychotherapeuten.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung gilt auch den zukünftigen Fragen der Gesundheitspolitik:

  • Finanzierung des Gesundheitssystems und Ökonomisierung der Heilberufe
  • Qualitätssicherung und Verbesserung der Behandlungsqualität zum Wohle der Patienten
  • Sicherung des deutschen Modells der Freiberuflichkeit in Europa
  • Verlässliche strukturelle und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für planbare Zukunft der Arzneimittelversorgung
  • Zusammenarbeit der Heilberufe für Versorgungssicherheit (ARMIN als Kooperation von Ärzten und Apothekern)
  • Übertragbare Krankheiten zwischen Mensch und Tier (Zoonosen)
  • Gemeinsame Maßnahmen gegen antimikrobielle Resistenzen
  • Sinnvolle Ausgestaltung der Flexibilisierung der Psychotherapie-Richtlinie
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Einkommenssituation für Frauen in den Heilberufen
  • Verbesserung der Patientenberatung und -aufklärung durch die Heilberufe (Bsp.: ZahnRat)
  • Prävention für jeden Patienten, jedes Alter und jede gesundheitlichen Verfassung

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