Berufsrechte behindern nicht das Wachstum

„Die EU-Kommission hat am 12.01.2011 ihren ersten Jahreswachstumsbericht vorgelegt, der künftig jährlich erscheinen soll. Nach Bereitstellung aller Dokumente lässt sich allerdings eine missverständliche Diskrepanz zwischen dem englischen Original und der deutschen Übersetzung erkennen. Das Originaldokument führt unter „8. Tapping the potential of the Single Market“ aus zu „professional services“, sprich zu hochqualifizierten Dienstleistungen im Allgemeinen. In der deutschen Version wird der Begriff stark verkürzt auf „Freie Berufe“. Nicht nur dass die Freien Berufe korrekt als „liberal professions“ bezeichnet werden, auch die weiteren Erläuterungen in der entsprechenden Passage zeigen, dass die Freien Berufe nicht gemeint sein können. Denn Missstände, die ein Wachstum behindern, gibt es bei den Freien Berufen definitiv nicht. Das widerlegt die Zahl der Selbstständigen in den Freien Berufen eindrucksvoll. Sie steigt Jahr für Jahr an, zuletzt sogar um knapp 5,8 Prozent.

Der BFB wird sich an den entscheidenden Stellen um Klarstellung bemühen. Hierfür sehen wir gute Perspektiven. Denn vorab wurde bereits ein sehr delikater Punkt auf Intervention auch des BFB wieder gestrichen. In einer Entwurfsfassung wurde der Vorschlag unterbreitet, die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in „professional associations“, also auch Freiberufler-Kammern, zu erwägen. Diese Formulierung konnte erfolgreich verhindert werden.“

Den Wachstumsbericht finden Sie hier.

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