Sundmacher: Bürgerversicherung wäre größtes Sozialexperiment seit Bestehen der Bundesrepublik

Berlin (3. Juni 2013). "Im Bundestagswahlkampf 2013 präsentieren SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke ihren Wählern die Bürgerversicherung als 'gerechte' und 'zukunftsfähige' Lösung für das Gesundheitswesen in Deutschland. Tatsächlich würde die Umsetzung der Reformpläne das größte Sozialexperiment seit Bestehen der Bundesrepublik einleiten", stellte der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Karl-Heinz Sundmacher beim 20. Zahnärzte-Sommerkongress auf Usedom in seiner Ansprache an die Teilnehmer und Gäste während der berufspolitischen Runde am 30. Mai 2013 fest.

Für Sundmacher steht mit diesem Reformvorhaben das hohe Niveau der medizinischen Versorgung in Deutschland auf dem Spiel. Denn ein Einheitssystem à la Bürgerversicherung könne langfristig nicht mehr als eine Grundversorgung bieten. Auch für die Zahnärzteschaft hätte die Reform Konsequenzen, ist sich Sundmacher sicher. "Wir müssen mit Änderungen der Honorarsysteme und einer Vereinheitlichung auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung rechnen."

In der anschließenden Diskussionsrunde machte Sundmacher gemeinsam mit seinen Stellvertretern Dr.-medic/IfM Timisoara Kerstin Blaschke und Dr. Reiner Zajitschek sowie dem FVDZ-Vorstandsmitglied Bertram Steiner deutlich, dass die Bürgerversicherung keine adäquaten Lösungen für die Kostenproblematik im Gesundheitswesen biete. "Der FVDZ spricht sich deshalb für den Erhalt und die Weiterentwicklung des dualen Krankenversicherungssystems und gegen das Sozialexperiment 'Bürgerversicherung' aus", betonte Sundmacher.

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Seite ausdrucken
  • Seitenanfang