Tarifwirrwarr: Private Krankenversicherung in der Defensive

Eine Studie des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) und des Beratungsunternehmens PremiumCircle sorgte in den vergangenen Wochen für mediale Aufmerksamkeit. Sie attestierte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein "grundlegendes Nachhaltigkeitsproblem" und der PKV ein "grundlegendes Transparenzproblem". Für Aufregung sorgte vor allem der Vorwurf gegenüber privaten Krankenversicherungsunternehmen, ihre Versicherten mit unverständlichen und nachteiligen Tarifen zu ködern. Mehr Informationen zur Studie, ein Interview mit dem Studienleiter Dr. Thomas Drabinski sowie eine Stellungnahme von Claudia Widmaier vom GKV-Spitzenverband über den Versicherungsschutz im Bereich der Zahnmedizin finden Sie in der aktuellen Ausgabe der FVDZ-Publikation "Der Freie Zahnarzt" (DFZ).

"Das duale Versicherungssystem, also die Koexistenz der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, hat sich in Deutschland über viele Jahre bewährt. Gerade die Existenz der PKV hat maßgeblich dazu beigetragen, die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau zu sichern. Deshalb ist es wichtig, dass die privaten Versicherer ihr Transparenzproblem offensiv angehen und lösen", erklärt der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Karl-Heinz Sundmacher. Die Zukunft der PKV hänge auch vom Vertrauen der Versicherten ab, deshalb müssten Tarife überschaubar und nachvollziehbar sein.

Lesen Sie außerdem den Kommentar von Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer zum Thema "Warum in Deutschland Steuersenkungen nicht in die politische Landschaft passen".

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