Mehr Auszubildende bei den Freien Berufen

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Zuständigkeitsbereich der Freien Berufe ist gestiegen.

„Mit 44.556 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden in diesem Ausbildungsjahr 2.446 (+5,8 Prozent) mehr Verträge abgeschlossen als noch im Vorjahr (alte Bundesländer +6,1 Prozent, neue Bundesländer +3,7 Prozent). Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentiert der Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB), Dr. Ulrich Oesingmann, dieses Ergebnis.

Einen besonders starken Zuwachs gab es im Ausbildungsberuf zur Tiermedizinischen Fachangestellten (+23,6 Prozent) und zur Steuerfachangestellten (+11,5 Prozent). Positiv ist auch die Entwicklung bei den Zahnmedizinischen Fachangestellten (+ 8,1 Prozent) und den Medizinischen Fachangestellten (+7,6 Prozent). Leider negativ ist der Trend bei den Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten in den Apotheken (-3,8 Prozent) und bei den juristischen Ausbildungsberufen (-5,6 Prozent).

Dr. Oesingmann führt die insgesamt positive Entwicklung auch auf die Aktionen der Freien Berufe im Nationalen Ausbildungspakt zurück. „Die Warnung vor dem drohenden Fachkräftemangel aufgrund des demographischen Wandels hat sicher mit bewirkt, dass Freiberufler ihr ohnehin schon großes Ausbildungsengagement noch einmal verstärkt haben.“

Es habe sich auch einmal mehr bestätigt, dass die Entwicklung der Ausbildungsvertragszahlen in den Freien Berufen mehr strukturell als konjunkturell bedingt sei, so Oesingmann. „Zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse im Zuständigkeitsbereich der Freien Berufe finden im budgetierten Gesundheitswesen statt, auf das die derzeit gute wirtschaftliche Entwicklung kaum Einfluss hat.“

Dies wird durch die rückläufige Entwicklung der Ausbildungsvertragszahlen in den juristischen Helferberufen bestätigt. „Obwohl sich die Zahl der Anwälte seit Mitte der 90er Jahre verdoppelt hat, geht der Bedarf an Auszubildenden zurück. Das liegt im Wesentlichen am wachsenden Einsatz modernster Kommunikationsmittel in den Kanzleien, zum anderen aber auch daran, dass ein schnell voranschreitender Konzentrationsprozess im Gange ist. Ein Ende dieser Negativentwicklung ist leider nicht absehbar“, so Oesingmann.

Dr. Oesingmann dankt allen Berufsangehörigen, die maßgeblich für das gute Ergebnis verantwortlich sind sowie den zuständigen Stellen und appelliert, in den Anstrengungen nicht nachzulassen.

  • Schrift vergrößern
  • Schrift verkleinern
  • Seite ausdrucken
  • Seitenanfang