BFB fordert: Angriffe auf die Freien Berufe müssen aufhören!

Die Angriffe auf die Freien Berufe im Gesundheitswesen, das Öffnen unserer Märkte für gewerbliche Anbieter sowie das systematische Aufweichen berufsspezifischer und gesetzlich verankerter Grundlagen, die einst für den Schutz und das Wohl der Bürger manifestiert worden sind, müssen aufhören, fordert der Bundesverband der Freien Berufe (BFB).

Die Abgeordneten müssen wissen, dass sie durch den Generalangriff auf die Freien Berufe den wesentlichen Teil des Mittelstandes in der wissensgestützten Dienstleistungsgesellschaft treffen. Darüber hinaus besitzt dieser Generalangriff auf die gemeinwohlverpflichtenden Freien Berufe Gesellschaftsveränderungspotential, warnt der BFB.

„Bisher haben wir alle mit Empathie, rechtsstaatlicher Überzeugung und in Begeisterung die uns von der Allgemeinheit übertragenen Nebenpflichten wahrgenommen – ohne besonderes Entgelt, ohne zu klagen und zu murren“, so der Präsident des BFB, Dr. Ulrich Oesingmann, in Berlin. „Jetzt müssen wir leider feststellen, dass die Politik unsere Leistung für die Gesellschaft nicht sehen will, nicht goutiert, sondern sich sogar dagegenstellt! Wir sind uns unserer Bedeutung in der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Funktion unserer Gesellschaft nicht erst seit den Sonntagsreden der Regierenden bewusst. Deshalb appellieren wir an den Deutschen Bundestag, an die Abgeordneten und alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich jetzt gegen die Störung eines Grundpfeilers der Ordnung, die uns Sicherheit und Daseinsvorsorge bietet, zur Wehr zu setzen“, sagte der BFB-Präsident. „Dazu gehört: Das hohe Gut der Erhaltung der Gesundheit für alle Menschen zugänglich zu machen sowie den Zugang zum Recht in allen Teilen verfügbar, den qualifizierten Rat an den Steuerbürger und die hochwertige Planungsleistung zu erhalten. Sonst könnte diese Ordnung schon bald der Vergangenheit angehören.“

„Wir dürfen daran erinnern: Hier geht es um die wesentlichen Güter, die uns unser freiheitliches und demokratisches System bietet und auf die unsere Bürgerinnen und Mitbürger deshalb ein selbstverständliches Anrecht haben. Güter, die die Politik nicht nur im Ausland immer wieder gerne als besondere Errungenschaft unserer Gesellschaft anpreist“, sagt der BFB-Präsident.

„An unsere Mitglieder ist der Aufruf ergangen, auf die Politik zuzugehen und im Gespräch den Ernst der Lage zu erläutern. Auch die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung sind aufgefordert, die Freien Berufe betreffende und in Frage stellende Gesetzesinitiativen zu überprüfen, zu ändern oder sie gar nicht erst weiter zu verfolgen. Ich habe noch immer die Hoffnung, dass Politik durch Argumente und nicht erst durch Streik, Demonstrationen und andere, die Bürger beeinträchtigende Gegenmaßnahmen – die uns eigentlich wesensfremd sind – zur Einsicht gebracht werden kann“, so Oesingmann.

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